Wiesenbrüterschutz: Öffnung von Wegeverbindungen im Pucher Moos und am Heideweiher

Wiesenbrüter Heideweiher

 

Neue Wegeöffnungen in den Schutzgebieten

Dank erfolgreicher Besucherlenkung und gezielter Maßnahmen zur Entlastung sensibler Brutflächen können im Landkreis Pfaffenhofen mehrere Wege wieder freigegeben werden.

Bereits 2024 wurde ein zuvor gesperrter Weg südlich des Heideweihers wieder geöffnet. Ab diesem Jahr ist nun auch im Pucher Moos ein vormals gesperrter, ursprünglich als Fahrradweg ausgewiesener Kiesweg wieder für Radfahrer und Fußgänger nutzbar. Dabei gilt weiterhin ein absolutes Wegegebot, und Hunde müssen an kurzer Leine geführt werden.

Ein weiterer Grasweg im Pucher Moos wurde bereits 2025 ausschließlich für Reiter freigegeben; diese Regelung wird auch heuer fortgeführt. Fußgänger oder Begleitpersonen mit Fahrzeugen dürfen Reiter dort nicht begleiten, und Reiter dürfen auf diesem Weg keine Hunde mitführen.

Die beigefügten Karten zeigen alle Neuerungen farblich hervorgehoben.

 

Hintergrund: Schutzmaßnahmen für bedrohte Wiesenbrüter

Am Boden brütende Feld- und Wiesenvögel gehören zu den am stärksten bedrohten Arten Europas. Auch im Landkreis Pfaffenhofen zeigt sich diese Entwicklung deutlich: Vom einst häufigen Kiebitz, Vogel des Jahres 2024, brüten derzeit nur noch rund 90 Paare. Ähnlich sieht es beim Rebhuhn, dem Vogel des Jahres 2026 aus, der in den letzten Jahrzehnten aus vielen Gebieten verschwunden ist. Vom Großen Brachvogel gibt es landkreisweit nur noch 16 bis 18 Brutpaare. Damit droht die Art, ohne konsequente Schutzmaßnahmen, in wenigen Jahren ganz aus dem Landkreis zu verschwinden.

 

Durch die Beruhigung der wichtigsten Brut- und Nahrungsflächen mittels Besucherlenkung und flankierender Maßnahmen zur Verbesserung der Brutbedingungen, sowie der Nahrungs- und Wassersituation konnten die Bestände dieser Arten im Landkreis Pfaffenhofen stabilisiert werden. Ein ausführlicher Bericht zur Situation der Bodenbrüter in der Feldvogelkulisse „Am Heideweiher“ findet sich im Reichertshofener Anzeiger Nr. 48 (29. November 2024).

 

Die Situation im Wiesenbrütergebiet „Pucher Moos“ mit angrenzender Feldvogelkulisse ist in einem aktuellen Beitrag auf der Internetseite des Landkreises beschrieben.

 

Ausblick

Mit etwas Rücksicht und konsequenter Einhaltung der Regeln können die typischen Arten der Offenlandschaft erhalten bleiben – damit auch zukünftige Generationen ihren Gesang und ihre eindrucksvollen Balzflüge erleben können.