Selbstbestimmt und in Würde alt werden, nach Möglichkeit in den eigenen vier Wänden wohnen, gesund und mobil zu bleiben – das sind zentrale Wünsche unserer Seniorinnen und Senioren sowie ihrer Angehörigen, die ihnen dabei helfen: Informationen darüber, wie die Kommune, der Landkreis und Fachleute von Organisationen die Bürger dabei in vielfältiger Weise unterstützen können, standen im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe der Marktgemeinde Reichertshofen im Rahmen der Aktionswochen „Zu Hause daheim“. Durch die Veranstaltungen zu einer breit gefächerten Themenpalette führte die Sozialpädagogin Janine Weiß. Über das große Publikumsinteresse freute sich besonders auch Bürgermeister Michael Franken, der an fast allen Veranstaltungen teilnahm, um sich selbst ein lebensnahes und möglichst umfassendes Bild von Sorgen und Wünschen der älteren Bürger und ihrer Angehörigen zu machen.

Immer wieder wurde dabei deutlich, wie wenig die älteren Menschen und ihre Angehörigen über die Angebote der öffentlichen Hand wissen, von Seiten des Landkreises zum Beispiel. Janine Weiß, die über umfangreiche Erfahrung in der Seniorenarbeit verfügt und nun seit Oktober diese in der Marktgemeinde Reichertshofen koordiniert, will diese Wissenslücken nach und nach durch Beratung und Information schließen. Dafür hat sie für Vortragsreihe „Zu Hause daheim“ verschiedenste Fachleute als Referenten gewonnen, die sich nach ihren Vorträgen viel Zeit für den persönlichen Austausch mit Teilnehmern genommen haben.
Wie groß der Bedarf nach Dienstleistungen im häuslichen Bereich – von der kompletten Reinigung der Wohnung übers Waschen, Trocknen und Bügeln der Wäsche bis zu Hilfe bei Einkäufen und Erledigungen – wurde beim Thema „Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung“ deutlich: Die Sozialpädagogin Weiß kennt das ebenso wie entsprechende Dienstleister aufgrund einer Fülle von telefonischen Anfragen.
Von unbezahlbarem Wert für die Gesellschaft ist die Pflege zu Hause durch Angehörige. Hier gilt es oft, eine Schneise in den Dschungel von Vorschriften zu schlagen, um den Menschen zu zeigen, wie sie zu den ihnen zustehenden Leistungen kommen, erklärt Janine Weiß: Manche wüssten nicht einmal, wo und wie sie einen Pflegegrad beantragen können. Aber auch Themen wie Widersprüche gegen Einstufungen beim Pflegegrad, Zuschüsse für Baumaßnahmen, die aufgrund von Behinderungen nötig werden, sowie verschiedene Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige wurden auf einer weiteren, gut besuchten Veranstaltung angesprochen. (Weiterer Bericht folgt.)
Kontaktdaten der Quartiersmanagerin Janine Weiß, Markt Reichertshofen: Telefon 01520 6436189, E-Mail weissj@reichertshofen.de














